2022 kommt der Weltgebetstag der Frauen aus England, Wales und Nordirland

Foto: Elizabeth Burroughs

Gleich drei Schwerpunktländerländer standen in diesem Jahr im Fokus des Weltgebetstags. Im Rahmen der internationalen WGT-Konferenz 2017 in Brasilien wurden England, Wales und Nordirland – kurz „EWNI“ – für 2022 ausgewählt. Die Liturgie sowie die Ländermaterialien haben 33 Frauen zwischen 23 und 84 Jahren – mit ihren unterschiedlichen Konfessionen, Ethnien und Berufen – entwickelt: eine echte Herausforderung! Die Vorsitzende des WGT-Komitees aus England, Wales und Nordirland, Elizabeth Burroughs, schreibt dazu: „Wie erklären Sie mit wenigen Worten, dass Großbritannien nicht England ist, dass die Republik Irland nicht im Vereinigten Königreich liegt, Nordirland aber schon, und dass Schottland im Vereinigten Königreich liegt, aber nicht zu diesem Nationalkomitee gehört? Und das ist nur der Anfang…“

Auf den Britischen Inseln haben sich viele Menschen niedergelassen, nachdem sie aus ihrer Heimat geflohen sind und ihre Kultur zurücklassen mussten. Und auch im Land des Wohlstands gibt es Menschen, die arm sind. Inmitten der dichtbevölkerten Städte sind viele einsam. In der Gottesdienstordnung hören wie Geschichten Frauen, die sich aus unterschiedlichen Gründen ausgeschlossen fühlen. Aber auch trotz des Brexit und der Britischen Mutante in der Corona-Pandemie, trotz der neu aufgeflammten Gewalt in Nordirland, trotz des Klimawandels, der auch der wunderbaren Natur in Wales zusetzt: Die Schreiberinnen haben die Hoffnung ins Zentrum des Gottesdienstes gestellt! Der Bibeltext Jeremia 29,1-14 wirkt wie ein Brief Gottes aus der Zukunft, der uns sagt: Lasst uns die Hoffnung GROß denken!

„Wenn ich auf die Hoffnung baue, dann gibt es plötzlich ungeahnte Möglichkeiten, Türen tun sich auf und ich kann mich befreien von dem, was ohnehin längst auf der Strecke geblieben ist.

Ich werde euer Schicksal zum Guten wenden und euch aus allen Nationen und von allen Orten sammeln (Jeremia 29,14) – das ist die Zusage Gottes am WGT: Über alle Grenzen hinweg kommen wir zusammen, feiern das Leben, bauen am Frieden, bringen unsere Kreativität und Kraft und unsere Gaben, um unsere Hoffnung und die Verheißung Gottes dingfest zu machen“, so Dr. Irene Tokarski, die theologische Referentin und Geschäftsführerin des Weltgebetstags der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

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Weltgebetstag in Mtwara, Tansania

Eine interessante Nachricht mit fantastischen und bewegenden Bildern zum Weltgebetstag aus Tansania haben uns erreicht!

Lesen Sie hier eine Botschaft des Bischofs Lucas Mbedule Judah aus Mtwara in Tansania:

Viele Frauen kamen im Gottesdienst zusammen, sie sangen und beteten für das Leid in der Ukraine.

Unter den Gästen befanden sich einige leitende Personen aus Gemeinde und Politik.

Der Ehrengast war Frau Anastazia Wambura, Mitglied des Parlaments in Tansania.

Die versammelten Frauen übersenden viele herzliche Grüße.

Lucas

Die Bildrechte liegen bei Bischof Lucas Mbedule Judah, Mtwara, Tansania

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Titelbild zum Weltgebetstag von der Künstlerin Angie Fox

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Das Titelbild zum Weltgebetstag 2022 stammt von der britischen Künstlerin Angie Fox und ist eine Stickerei. In ihrem Bild mit dem Titel „I know the plans I have for you“ vereint sie verschiedene Symbole für Freiheit, Gerechtigkeit, Gottes Frieden und Vergebung. Angie Fox erzählt: „Ich freue mich sehr, dass ich ausgewählt wurde, den Weltgebetstagsgottesdienst der Frauen meines Landes im Titelbild zu präsentieren. Ich habe so viele Erinnerungen an WGT-Gottesdienste im In- und Ausland und ich liebe das Gefühl der Zusammengehörigkeit in dem Wissen, dass überall auf der Welt dieselben Gebete in vielen Sprachen und Kulturen, Kirchen und Begegnungsstätten angeboten werden. Dem vorgegebenen Thema folgend habe ich mehrere Symbole verwendet, um die Themen des Gottesdienstes abzubilden:

Freiheit: eine offene Tür zu einem Weg über eine endlos offene Aussicht
Gerechtigkeit: zerbrochene Ketten

Gottes Frieden und Vergebung: die Friedenstaube und eine Friedenslilie, die das Pflaster durchbrechen
Über allem ein Regenbogen, er ist ein Symbol für die überragende Liebe Gottes.“

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