Hin zu den Menschen

Menschen zu besuchen ist eine klassische Aufgabe im Bereich von Kirchengemeinden. Dazu gehören Geburtstagsbesuche, Erstkontakte mit Neuzugezogenen, Besuche bei Menschen, die nicht mehr zu gemeindlichen Veranstaltungen kommen können.

Hingehen - das ist die Bewegung Jesu. Er ist dorthin gegangen, wo die Menschen sich aufhalten: auf Versammlungsplätze, zu ihnen ins Haus. An dieser Bewegung haben Ehrenamtliche Teil, die andere Gemeindeglieder aufsuchen, ihnen zuhören, mit ihnen sprechen, auf Fragen und Nöte eingehen.

Wir sind Ansprechpartner und beraten in allen Fragen um Besuche:

  • Wie stelle ich einen Erstkontakt her?
  • Wie begegne ich einem mir fremden Menschen?
  • Wir gehe ich mit Kritik um?
  • Was ist wichtig beim Zuhören? Welche Haltung brauche ich?
  • Wie baue ich in meiner Gemeinde einen Besuchsdienstkreis auf?
  • Welche Unterstützungsmöglichkeiten kann ich bekommen?

Nehmen Sie bei einer dieser oder anderen Fragen gerne Kontakt mit uns auf 0911 43 16-281 / -280 oder per .

 

Nicht mehr so wie früher ...

Die Botschaft dieser Tage ist kaum zu überhören: Vieles wird nicht mehr so sein wie früher. Auch nicht in der Besuchsarbeit der Kirchengemeinden. Die vorliegende Ausgabe von unterwegs zu menschen vollzieht einen
Blickwechsel, blickt über den ‚Besuchsdienst-Tellerrand‘ hinaus auf mögliches Neues. Wir haben unsere Fühler ausgestreckt in Besuchsdienstgruppen, Initiativen, Diakonische Werke, Kooperationen mit verschiedensten Partnern … und haben eine überraschende Vielfalt an Möglichkeiten für Wahrnehmung, Würdigung und stärkende Begleitung von Menschen entdeckt. Das ‚Besuchsdienstland‘ der Zukunft kann hell und weit sein!
Mit diesem Heft laden wir Sie dazu ein, auf dem Weg dorthin mitzudenken und ihn mitzugehen.

unterwegs zu menschen können Sie bestellen - als Einzelausgabe wie im Abo. Die Bestellmöglichkeiten und Bedingungen finden Sie in diesem PDF. Gerne können Sie das auch weitergeben.

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unterwegs zu menschen

KrisenZeiten

 

Corona beschäftigt die Welt. Das Jahr 2020 wird bislang dadurch geprägt und wird dafür in Erinnerung bleiben. Die Aufgeregtheit der ersten Krisen-Wochen hat sich inzwischen zwar gelegt, aber trotzdem ist das Thema nach wie vor allgegenwärtig, vielleicht subtiler, und beschäftigt die Menschen. Kein Wunder, denn unser Alltag hat sich spürbar verändert. Abstand halten und Maske tragen, für viele inzwischen eine – meist ungeliebte – Normalität; für andere Grund zu protestieren. Es ist unter diesen Umständen gar nicht leicht, sich gut zu orientieren. Damit es gelingt, versuchen wir für den Bereich des Besuchsdienstes, in dieser neuen Ausgabe von unterwegs zu menschen hilfreiche Überlegungen anzustellen. (Aus dem Vorwort dieser Ausgabe)

Kriegskinder/Kriegsenkel

Titelbild unterwegs zu menschen 2019-2

Die Beiträge im Heft beschäftigen sich diesmal mit den Kriegskinder- und Kriegsenkelgenerationen.

Kirchen in Deutschland und in der weltweiten Ökumene haben am 1. September 2019 mit zahlreichen Gottesdiensten und Veranstaltungen an den Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren erinnert. Dieser Krieg war schrecklich. Er war geplant und mit großer Unterstützung der deutschen Bevölkerung vorbereitet worden. Seine Folgen waren verheerend. Millionen verloren ihre Heimat durch Flucht und Vertreibung. Unzählige verloren ihr Leben auf den Schlachtfeldern oder in den Arbeits- und Konzentrationslagern.

Auch wenn der Beginn des Krieges ein ‚ganzes Menschenleben‘ zurückliegt, sind seine Folgen heute noch sichtbar und spürbar. Der Zweite Weltkrieg bestimmt noch immer das Leben von vielen Menschen und Familien - bis in die zweite und dritte Generation hinein. Dazu gehören Kriegskinder und Kriegsenkel hierzulande und auf der ganzen Welt.

Zu den Kriegskindern zählt man die Generation, die im Krieg geboren und aufgewachsen ist und ihn samt seiner Folgen miterlebt hat. Diese Kriegskindergeneration ist längst im Ruhestand, die eigenen Kinder sind aus dem Haus. Viele der Kriegskinder sind bereits verstorben, anderen begegnen wir bei unseren Besuchen. Bei manchen Besuchten kommen die Erinnerungen immer noch hervor und mit ihnen auch Ängste, manchmal sogar die unverarbeiteten und traumatischen Kriegserlebnisse.

Die Kinder der Kriegskinder, die Kriegsenkel, sind in den Zeiten des Wohlstandes aufgewachsen. Es hat ihnen an nichts gefehlt. Oder doch? Diese Generation hat viele Fragen und wenige Antworten: Wieso haben viele das Gefühl, nicht genau zu wissen, wer man ist und wohin man will? Wo liegen die Ursachen für diese diffuse Angst vor der Zukunft? Weshalb bleiben so viele von ihnen kinderlos? Noch ist es für sie ein völlig neuer Gedanke, sich vorzustellen, ihre tief sitzende Verunsicherung könnte von den Eltern stammen, die ihre Kriegserlebnisse nicht verarbeitet haben.

Die Traumatisierungen, die Gefühle und die Verhaltensweisen der Kriegskinder und Kriegsenkel ähneln sich sehr stark. Die Themen, die die beiden Gruppen haben, greifen ineinander über. Eine klare Trennung zwischen den Ursachen und den Folgen ist oft nicht möglich. Die Beiträge dieser Ausgabe des Besuchsdienst-Magazins dienen dazu, sich trotzdem einen Überblick über das komplexe Thema zu verschaffen und in Besuchssituationen behutsam mit Kriegserlebnissen und ihren Folgen umzugehen.

Das Heft (auch mehrere Exemplare) können Sie oder im Abo beziehen.

Paroli den Parolen - aber wie?

In dieser Ausgabe von „unterwegs zu menschen“ wird beschrieben, wobei es sich um gruppenbezogen menschenfeindlichen (gmf) Parolen handelt, und wie wir sie erkennen können. Solchen Aussagen stehen viele Menschen erst einmal „geschockt“ und wie gelähmt gegenüber, wenn sie im Alltag damit konfrontiert werden. Deshalb beschäftigt sich die neue Ausgabe auch mit dem christlichen Menschenbild und seinen Konsequenzen – einer Position, die die Würde und das Wohl anderer in den Mittelpunkt stellt. Schließlich – denn so einfach ist das Argumentieren gegen Parolen nicht – findet sich eine Vielzahl an Übungen, die dabei unterstützen sollen, die eigene Position selbstbewusst zu vertreten.