WE CARE! Themenwoche vom 17.- 24. September 21

Was braucht es jetzt? Digitale Veranstaltungswoche u.a. mit Prof. Dr. Jutta Allmendinger und Cornelia Coenen-Marx.

Damit der Alltag läuft, braucht es ein umsichtiges Kümmern. Familien kennen das und sind (un)ermüdlich beschäftigt. Die Herausforderungen der letzten Monate schienen endlos. Schöpfen aus der Kraft war kaum mehr möglich. Familien wurden ungefragt zum stabilisierenden Faktor in der Gesellschaft erklärt bei gleichzeitiger struktureller Benachteiligung. Wer fragt danach, wie es Familien geht am Limit?

Füreinander Sorgen haben wir mit der Themenwoche WE CARE im September vor der Bundestagwahl in den Fokus gerückt. Care-Arbeit – bezahlt oder unbezahlt, sichtbar oder unsichtbar, ist unverzichtbar. Viel zu oft wird sie jedoch als selbstverständlich hingenommen. Wo stehen wir? Was braucht es jetzt? Was können wir tun? Wir wollen gemeinsam hinschauen, Synergien nutzen, debattieren und die Herausforderungen rund um das Thema Care in den Fokus rücken.

Christine Falk, forum familie und Dr. Andrea König, forum frauen laden ein zur Themenwoche WE CARE! vom 17.09.2021-24.09.2021 u.a. mit Impulsvorträgen von Prof. Dr. Jutta Allmendinger (Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung) und Cornelia Coenen-Marx (OKR a. D., vormals Leiterin des Referats Sozial- und Gesellschaftspolitik im Kirchenamt der EKD). Das Programm mit zahlreichen Dialogpartner*innen und Mitwirkenden finden Sie im Flyer. Alle Veranstaltungen werden per Zoom angeboten. Weitere Infos und Anmeldungen werden fortlaufend aktualisiert.

02.08.21 Christine Falk, afg

 

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MucklMAG – Magazin des Bay. Gesundheitsministeriums – kostenlos abrufbar

Umgang mit diffusen Stimmungslagen für die psychische Stabilisierung

Die Auswirkungen von Lockdowns und Schulschließungen auf die seelische Gesundheit in Familien, bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind besorgniserregend. Familien waren in den letzten Monaten überaus stark auf sich selbst zurückgeworfen und an der Belastungsgrenze – oftmals darüber hinaus. Zahlreiche wissenschaftliche Erhebungen wie z. B. die COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben darauf hingewiesen, wie es Eltern und Kindern geht und wie sie sich fühlen.

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie (eaf) hat in einer Pressemitteilung im Februar 2021 darauf aufmerksam gemacht.

 

Eine Kampagne des bayerischen Gesundheitsministeriums zur psychischen Gesundheit von Kindern und deren Familien will eine Verständnisgrundlage in Familien bieten und Gespräche fördern. Im Mittelpunkt der Kampagne steht ein Magazin, welches die Gefühlslagen von gemischten oder stark wahrnehmbare Gefühlen thematisiert und spielerisch aufgreift. Aufgrund der belastenden Erlebnisse - schon allein durch mangelnde soziale Kontakte, die für Kinder und Jugendliche substantiell sind - stellen sich in der Verarbeitung und Bewältigung dieser Zeit häufig unbekannte psychische Reaktionen ein. Bereits das Signal hilft, dass diese Reaktionen sehr verständlich und normal sind. Eine möglichst flächendeckende Aufmerksamkeit und Prävention ist jetzt vonnöten, um länger verbleibende Diagnosen zu verhindern. Für Eltern und Multiplikator*innen finden sich Adressen von Hilfsangeboten bayernweit. Beide Hefte enthalten hilfreiche Impulse und können zum Gespräch zwischen Kindern und Eltern anregen.

Das Heft ist in verschiedenen Sprachen kostenlos erhältlich. Hier erhalten Sie Infos und können kostenlose Printexemplaren bestellen.

Schauen Sie gerne direkt in die Hefte und geben Sie diese digital weiter: MucklMAG für Kinder und  ElternMAG.

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Hilfen von Kirche und Gesellschaft sind nötiger denn je

Die aktuelle Ausgabe der nachrichten der ELKB trägt den Titel: Familie am Anschlag

 

Damit Familienleben gelingt, braucht es tragfähige Beziehungen und bessere gesellschaftliche Rahmenbedingungen, so der Befund in den nachrichten der Evangelisch – Lutherischen Kirche in Bayern in ihrer aktuellen Ausgabe (3/21) mit zahlreichen Autor*innen.

Beispielsweise bekräftigt die bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Carolina Trautner: „Familie als Fundament für erste soziale Beziehungen und lebenslange Verantwortungsgemeinschaft, braucht Freiräume und Anerkennung ihrer Leistungen, insbesondere nach den immensen Belastungen durch Corona“.

Ohnehin erweist sich familiale Care-Arbeit aus arbeitssoziologischer Perspektive als harte, schwere Arbeit und manchmal gar nicht leistbar, wie Wibke Derboven darlegt. So sieht das auch Dr. Andrea König, forum frauen im Amt für Gemeindedienst der ELKB, die die gerechte Sorge-Arbeit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe unterstreicht. Die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen in Bayern (eaf) beschreibt mit Sandra Schuhmann und Renate Zeilinger, wie dringend Familien Unterstützung benötigen und sich Kinderarmut in der Pandemie noch verschärft hat.

Weitere Beiträge gehen der Frage nach, wie Kirchengemeinden den Kontakt zu Familien angesichts eines gesellschaftlichen Klimas von struktureller Benachteiligung sinnvoll stärken können. So begrüßt Prof. Dr. Michael Domsgen eine neue Sensibilität für Familien und fragt zukunftsweisend: „Wie kommen Kirche und Familie in hilfreicher Weise zusammen?“. Chancen hierfür entdeckt Christiane Münderlein, Evang. KITA-Verband Bayern e. V., in frühzeitigen Beziehungen. Für Kinder, Mütter und Väter besteht die Chance,  dass sich entstandene Beziehungsnetzwerke in der Kirchengemeinde fortlaufend verknüpfen. Karin Mack von der Evang. Fachstelle Alleinerziehende Nürnberg und Nordbayern beschreibt, wie hinderliche Hürden für die Teilhabe von Familien abgebaut werden können und der Sozialraum mit relevanten Akteur*innen in den Blick gerät. Für die Praxis werden mögliche Kooperationspartner*innen und Beratungsangebote aufgeführt und exemplarisch Vater-Kind-Freizeiten und die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Gemeindeteams angeregt.

Ab Ende September ist das Heft über den Webshop zu beziehen. Für Rückfragen und bei Interessen an Fachexpertise für Veranstaltungen wenden Sie sich an Christine Falk.

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Impulse für eine familienfreundliche Kirchengemeinde

 „Welche Kirchengemeinde brauchen Familien?“ oder „Was willst Du, dass ich Dir tue?“

Viele Kirchengemeinden sind kreativ und suchen nach neuen Wegen in der Familienarbeit. Diesen reichen Erfahrungsschatz möchte das forum familie und die Evang. Fachstelle Alleinerziehende Nürnberg und Nordbayern gemeinsam bündeln und sichtbar machen.

Die Impulse für eine familienfreundliche Kirchengemeinde kommen aus der Praxis und sind mit Perspektiven von Alleinerziehenden und den Begegnungsorten Kindertagesstätte und Kirche mit Kindern angereichert.

In neun Themenkreisen werden alltagspraktische Kriterien und grundlegende Haltungen als anregende Fragen gestellt, um alleine oder im Team einen frischen Anschub für Ideen zu finden. Für konzeptionelle Überlegungen in Kirchengemeinden oder Regionen ist der Fokus auf relevante Kontaktflächen vielversprechend.

Der lebendige Prozess mit vielen Beteiligten soll in Workshops, Gesprächen, Beratungen weiter fortgeführt werden. Wir laden ein, sich anregen zu lassen, neue Erfahrungen zu machen und diese mit uns und anderen wieder zu teilen.

Download Impulspapier

Download Impulse im Gespräch

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Füreinander da sein gegen die Einsamkeit

Foto. pixabay.com

Die Idee von Sorgenden Gemeinschaften gewinnt aktuell an Bedeutung. Das gilt auch im Kleinformat: Wo zwei oder drei verlässlich füreinander da sein wollen, entsteht Solidarität und ein Gefühl von Selbstwirksamkeit.

Ein ausführliches Interview mit Prof. Andreas Kruse der Universität Heidelberg führt in die Chancen von Mikro-Communities in der Pandemie-Zeit ein.
Wir haben eine Karte erstellt, die in einem interaktiven Gespräch mit Prof. Andreas Kruse, Cornelia Coenen-Marx, OKRin der EKD a. D. und Michael Martin, OKR für Gemeindeleben der ELKB die Idee von Mikro-Communities bewegt.
Aus der Praxis heraus beleuchtet Petra Messingschlager ihre Erfahrungen als Diakonin in der Gemeindearbeit in Erlangen-Bruck.

Was denken Sie darüber? Sie uns gerne! Wir entwickeln weitere Dialogangebote.

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Werkstattheft „Familienfreundliche Kirche!?“

Eine Werkstatt öffnet ihre Türen

Nach einer zweieinhalbjährigen Projektlaufzeit mit zwölf beteiligten Gemeinden im Dekanatsbezirk Erlangen gewährt dieses Werkstattheft vielfältige Einblicke.

Schauen Sie rein, wie kreativ Kirchengemeinden erproben, lesen Sie, welches Projektdesign durch die Zeit geführt hat und lassen Sie sich anregen von den wertvollen Fachbeiträgen von Prof. Michael Domsgen, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Dr. Ralph Kötter, Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Evangelischen Kirche von Westfalen und Cornelia Coenen-Marx, OKRin der EKD a. D sowie weiteren Fachimpulsen.

In einer Evaluation, gefördert von PuK, stellt Dr. Kalle Rechberg von der Evang. Hochschule Nürnberg wesentliche Wirkfaktoren des Gelingens vor. Begleitende Weggefährt*innen imaginieren ihre Ausblicke, wofür die Werkstatterfahrungen nützlich sein könnten.

Das Team selbst mit Renate Abeßer, Bildung Evangelisch Erlangen, Michael Maier, Dekanatsentwicklung und Netzwerkarbeit Erlangen und Christine Falk, forum familie im afg resümieren ihre funkelnden Erfahrungsschätze und formulieren wegweisende Thesen für Familienfreundlichkeit.

Das Werkstattheft möchte Nachahmer*innen finden, fachlich fundiertes Know-how zu Familienfreundlichkeit teilen und zu einer agilen, netzwerkorientierten Arbeitsweise inspirieren.

Schreiben Sie uns, wenn Sie darüber nachdenken, wie Ihre Werkstatt aussehen könnte. Wir unterstützen Sie gerne.

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Notrufnummern

Familien sind während der Pandemie einer besonders hohen Belastung ausgesetzt. Sorgen um die Zukunft oder die Existenz, weniger Unterstützung im Alltag bei gleichzeitiger Reduzierung der Kontakte lassen das Risiko von Konflikten Zuhause befürchten.

Das forum familie und das forum frauen machen in einer Pressemitteilung gemeinsam auf diese besorgniserregende Situation aufmerksam. Dazu gibt es einen kostenlosen Flyer mit allen relevaten Hilfenotrufnummern sowie regionalen Bezug zu den Kirchengemeinden vor Ort über einen QR-Code. Über den Link können Sie den Flyer herunterladen und nach Ihren Möglichkeiten vor Ort aushängen: Flyer

Lebenswelt Familie

In Ihrer Kirchengemeinde ziehen seit einiger Zeit Familien zu. Ihre Kirchengemeinde möchte familienfreundlich sein. Sie überlegen, wie das gelingen könnte.

Wir unterstützen Sie mit einer erforschenden, prozessorientierten Beratung,  in der wir die Lebenswelt der Familien im Sozialraum erkunden. Dabei fließen wertvolle Hintergründe ein, was Familien heute beschäftigt.

Wir fragen mit Ihnen gemeinsam: Welche Kirche brauchen Familien?

  • Sie möchten die Lebenswirklichkeit von Familie in den Blick nehmen ...
  • Sie fragen sich, wie Sie Menschen am Beratungsprozess beteiligen können ...
  • Sie suchen nach Haltungen, die den Kontakt mit Familien fördern ...

Gerne entwickeln wir mit Ihnen ein maßgeschneidertes Angebot für Ihre Gemeinde, Ihre Region oder Ihren Dekanatsbezirk.

Wir freuen uns auf den Kontakt mit Ihnen - rufen Sie an 0911 4316-191 oder eine Nachricht.

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Barcamp Familie & Gemeinde

Nach dem Auftaktvortrag am 19. November von Cornelia Coenen-Marx zum Thema „Bedürfnisse von Familien und der Auftrag der Kirche“ und anschließendem Gespräch mit der Referentin folgt am 20. November das Barcamp.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestalten bei diesem Format die Veranstaktung selber, indem sie ihre jeweiligen Fragestellungen, Ideen und Herausforderungen einbringen. Wen ein Thema besonders interessiert, geht zu dieser Session, redet und hört mit, kann sie auch wieder verlassen, wenn sich das Gespräch in eine andere Richtung als gedeacht entwickelt. Die Methode Barcamp erfordert eine offene Haltung demgegenüber, was geschieht. Es gib einen Rahmen, aber keine vorgefertigte Tagesordnung. Jede und jeder ist Fachfrau/Fachmann für die Themen. Es geht um Austausch, Impulse wahrnehmen, miteinander Ideen (weiter)entwickeln.

Weitere Informationen, die Dokumentation und Themen finden Sie unter https://barcamp-doingfamily-bayern.com

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