EQUAL CARE DAY 29.02.2024 - CARE geht uns an!

Care sichtbar machen! Das ist das Aniegen des bundesweiten Equal Care Day Netzwerkes am 29. Februar 2024. Regionale Care-Bündnisse veranstalten gemeinsam mit der "Initiative Equal Care Day" das hybride Festival. Und wir sind als Evangelisches Bündnis mit dabei! Und wir laden alle Interessierten herzlich dazu ein:

Wann: 29. Februar 2024, Lorenzer Hof Nürnberg, 10.00-16.00 Uhr

Was: Präsenz-Veranstaltung | Livestream der Bühne Nürnberg auf der internationalen Care-Landschaft | Public Viewing Salon

Programm:

10.00 Uhr Opening zum Equal Care Day 2024

11.00 Uhr Hauptvortrag "Realitäten der Abhängigkeit. Fürsorge als ethisches Paradigma", Prof. Dr. Christine Globig, Theologin und Ethikerin

Was Fürsorge bedeutet, merken viele erst, wenn sie fehlt. Dabei sind wir fast in jeder Phase des Lebens von der Geburt bis zum Tod von Fürsorge abhängig. Und wir haben ein Fürsorgedefizit in unserer Gesellschaft, das intensiv diskutiert wird. Christine Globig bringt einen theologisch-ethischen Beitrag ein, der herausfordert, Relationen der Abhängigkeit stärker zu gewichten. Sie fordert einen Perspektivwechsel.

12.00 Uhr Podiumsdiskussion mit Gästen und moderiert von Kristina Weber, Journalistin

Im Podiumsgespräch bringen die Beteiligten ihre Perspektiven aus der Praxis ihrer jeweiligen Einsatzfelder ein und erörtern, welche Rahmenbedingungen es bräuchte, um Care-Arbeit zu unterstützen und manchmal erst zu ermöglichen.

Mit dabei sind:

Prof. Dr. Christine Globig (Theologin und Ethikerin, FH Düsseldorf)

Matthias Becker (Ansprechpartner Männer, Gleichstellungsstelle Stadt Nürnberg)

Michaela Wachsmuth (Vorständin Frauenwerk Stein e.V.)

Miriam von Rombs (Ehrenamtskoordinatorin München)

Moderation: Kristina Weber (Journalistin, Bayerischer Rundfunk, Bayern 2) 

14.00 Marktplatz Praxiseinblicke

Schlendern Sie von Tisch zu Tisch und kommen mit Akteuren ins Gespräch, die Care ganz konkret und hilfreich gestalten u. a. mit Familienhaus Lauf, Oma-Oma-Service München, Nachbarschaftsnetzwerk Sigena Nürnberg, Chancengerechtigkeit der ELKB, Mehrgenerationenhaus, Dekanatsfrauenbeauftragte Nürnberg

15.00 Musikalischer Abschluss

15.15 Public Viewing digitale Equal-Care-Day Landschaft

16.00 Abschluss

Hinweis: Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldung wird erbeten.

Anmeldung: Hier kostenlos online anmelden: Equal Care Day 29.02.2024 Nürnberg Lorenz

 

Veranstalter:innen und Bündnispartner:innen:

Wir sind ein Bündnis evangelischer Organisationen und Einrichtungen in Bayern. Das evangelische Care Bündnis wird getragen von den drei unterschiedlichen Arbeitsbereichen forum familie (Christine Falk), forum frauen (Dr. Andrea König) und Ehrenamt (Barbara Gruß) im Amt für Gemeindedienst der Ev.-Luth. Kirche in Bayern sowie der evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen (eaf bayern), dem Familienverband von Diakonie und Kirche in Bayern, (Birgit Schönknecht). Zum Bündnis gehören ferner zahlreiche Partner*innen, u.a. das Frauenwerk Stein e.V., der Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (kda), die Evang. Fachstelle für Alleinerziehende sowie das Referat für Chancengerechtigkeit der ELKB.  Zusammen treten wir für mehr Care Gerechtigkeit ein.

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Zeit für Care?

Die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen in Bayern e. V. hat sich in ihrer Ausgabe 1/2023 mit dem Thema Care beschäftigt: Rückblick auf den Equal Care Day 2023, Materialheft „Handle with Care!“, Ehrenamtliches Engagement im neuen Fachbeirat, Podium „Zeit für Care in Familien – wer soll das noch wuppen?“ am 8. Juni 2023 am Kirchentag u.v.m. Hier finden Sie die Ausgabe zum download.

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Equal CARE Day 1. März – Mehr um das Kümmern kümmern!

"Wir müssen uns mehr um das Kümmern kümmern!" – mit diesem Plädoyer haben wir als evangelisches Bündnis eine gemeinsame Erklärung überschrieben, um auf den Equal Care Day hinzuweisen. Der Equal Care Day ist ein Netzwerk, das die Sichtbarkeit, Wertschätzung und faire Verteilung von Care-Arbeit einfordert und alle, die sich dafür einsetzen, bündelt. Ein gemeinsamer Aktionstag, der Equal Care Day, findet am 1. März mit einer bundesweiten Städtekonferenz digital und vor Ort statt. Ein Anlass, um das Thema Care fokussiert in den Blick zu nehmen und aktuelle Informationen gebündelt im Newsletter und auf einer eigenen neuen Homepageseite im afg allen Interessierten zur Verfügung zu stellen.  

Care-Arbeit kann bezahlt oder unbezahlt, im privaten, häuslichen wie in öffentlichen Einrichtungen oder als Dienstleistung erbracht werden. Sie findet im Miteinander zwischenmenschlicher Beziehungen statt und sie spielt auch ökonomisch eine Rolle. Care-Arbeit ist gesellschaftlich nicht gleichmäßig verteilt, vielmehr wird sie zum überwiegenden Teil von Frauen geleistet. Dies gilt sowohl für den Bereich der unbezahlten Care-Arbeit als auch für den bezahlten Bereich. Als unterschiedliche Arbeitsbereiche forum frauen, forum familie und Ehrenamt blicken wir daher gemeinsam mit einem großen evangelischen Bündnis und unseren vielen Bündnispartner*innen auf das Thema Care. Wir treten alle zusammen für mehr Care-Gerechtigkeit ein.  

Die Schwerpunkte, Herangehensweisen und Beiträge sind dabei vielfältig und spiegeln gut, wie aktuelle Herausforderungen rund um das Thema Care uns als Querschnittsaufgabe beschäftigt. Kein Wunder, denn in den letzten Jahren wird aufgrund zunehmender Versorgungsprobleme und Überbelastungen im Care-Bereich mittlerweile ein Krisenmodus festgestellt, der auch globale Ausmaße hat. Hohe Arbeitsbelastungen im öffentlichen, aber ebenso Care-Verpflichtungen im privaten Bereich führen immer mehr Menschen an ihre Grenzen. Gesellschaftliche Umverteilungen, Veränderungen der Rahmenbedingungen, Aufwertung von Care-Arbeit und die Etablierung einer neuen Kultur werden als mögliche Lösungen diskutiert. Es wird über Care als Thema und Care als Debatte über Strukturen gesprochen. Aus theologischer Sicht liegt der Akzent auf der Beziehungsebene. Die Dynamik der Sorgestrukturen und Sorgebeziehungen wird mit der Frage verknüpft, welche Bedingungen auf der Beziehungs- und auf der Strukturebene gegeben sein müssen, damit Sorge-Beziehungen gelingen können.

Beim Thema Care wird immer deutlicher, dass wir komplex denken und auch komplex argumentieren müssen. Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern fair zu verteilen, ist ein wichtiges Anliegen, allerdings darf die Debatte nicht nur bei dieser Forderung stehen bleiben. Kurzum: Es sind viele Menschen, viele Beziehungen, viele Motive und viele verschiedene Aspekte, die bei Care-Arbeit eine Rolle spielen. All diese gilt es zu berücksichtigen, wenn Equal Care das Ziel ist. Machen Sie mit beim Equal Care Day! Wir unterstützen das Anliegen in all ihren Facetten und natürlich auch Sie bei allen Anliegen rund um das Thema Care.

1. März 2023 EQUAL CARE DAY KONFERENZ

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Care … das haben wir im afg für Sie!

Das Team im Amt für Gemeindedienst steht dafür, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gemeinden, Dekanaten und Einrichtungen in ihrem Engagement zu unterstützen. Wir kümmern uns mit Beratungsangeboten, Fortbildungen, Materialien, Projektbegleitung und Veranstaltungen um Ihr Engagement, quer durch die verschiedenen Aufgabenfelder.

Zum März 2023 wird diese Themenvielfalt um einen CARE-Schwerpunkt erweitert, mit gebündelten Informationen und Veranstaltungshinweisen aus dem afg und darüber hinaus.

 

Drei unserer Arbeitsfelder beschäftigen sich aktuell verstärkt mit Care:

forum frauen, Dr. Andrea König

"Handle with care!" – Materialheft zum Thema Care

Bereits in der ersten Geschichte der Bibel heißt es: "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei." In diesem Satz kommt zum Ausdruck, dass der Mensch zur Gemeinschaft  bestimmt und auf Liebe sowie  Fürsorgeangewiesen ist. Vom ersten Tag seines Lebens ist der Mensch abhängig davon, dass sich andere um ihn kümmern, ihm Schutz und Wärme geben und seine Grundbedürfnisse befriedigen. Andernfalls wäre er nicht überlebensfähig.

Das Thema CARE Fürsorge- und Sorgearbeit steht auch im Mittelpunkt eines Materialheftes des forum frauen, das für den Frauensonntag erstellt wurde. Die Ausgabe trägt den Titel "Handle with care!" und ist doppeldeutig. Dieser Spruch ist vielen Menschen von Paketen vertraut. Zerbrechliches oder Lebewesen, die transportiert werden, tragen diese Aufschrift. Zerbrechliche Lebewesen sind auch wir Menschen. Das haben wir in den letzten Jahren der Pandemie besonders deutlich zu spüren bekommen.

Aber was sagen eigentlich die biblischen Geschichten dazu? Das Bild des sorgenden und fürsorglichen Gottes begegnet uns gleich zu Beginn. Eine Schlüsselstelle, die allerdings angesichts der paradiesischen Umstände fast wie eine Randnotiz erscheint: Die Menschen
haben vom verbotenen Baum gegessen und erkennen plötzlich, dass sie nackt sind. Bevor sie aus dem Paradies geschickt werden, macht Gott ihnen Röcke aus Fellen und zieht sie ihnen an, so heißt es. Richtige Mäntel, die sie in der Welt da draußen zum Schutz brauchen
werden – und dann auch noch der Gestus des Anziehens. Das klingt fast mütterlich oder pflegerisch, eindeutig nach Care. Und auch Jesus redet von der Kleidung als Ausdruck der Sorge Gottes. Gott nimmt sich des Menschen an. Gott versorgt die Menschen mit etwas,
das sie nicht heute, aber morgen brauchen werden. Es ist ein tröstliches, aber auch sehr Mut machendes Bild.

Unter dem Begriff "Care" lassen sich eine ganze Reihe biblischer Bilder und Geschichten betrachten. Es sind Fragen nach Sorge und Fürsorge, die geprägt sind von existentieller Auseinandersetzung des Menschseins.

Das Materialheft beleuchtet das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven und dient zur Anregung für Gestaltung von Gottesdiensten, Andachten und anderen Veranstaltungsformaten rund um das Thema Care. Es enthält einen ausgearbeiteten Gottesdienstentwurf, Bausteine, eine theologische Einführung und viele Hintergrundinformationen. Sie können die Ausgabe kostenlos über das forum frauen bestellen oder hier downloaden. Dazu gibt es auch Postkarten. Bei Interesse nehmen Sie bitte per Kontakt auf. 


Ergänzend:

Yes, we CARE! So lautete das Motto einer ganzen Themenwoche, die wir gemeinsam in Kooperation verschiedener Arbeitsbereiche im afg angeboten haben. Mit dabei waren u.a. Prof. Dr. Jutta Allmendinger (Präsidentin Wissenschaftszentrum Berlin), Cornelia Coenen-Marx (ehem. OKRin EKD, Autorin), Sandra Schuhmann (DW Bayern), Dr. Barbara Pühl (ELKB) und Mareice Kaiser (Bestseller-Autorin, Journalistin). Die Vorträge und Beiträge können Sie kostenlos nachhören.


Forum Familie, Christine Falk

Zeit für Care in Familien – Wer soll das noch wuppen?

JETZT ist die Zeit, darüber zu sprechen: Was brauchen Familien JETZT von Kirche, Politik und Gesellschaft?

Donnerstag, 8. Juni 2023, 11 – 13 Uhr

O-Töne von Eltern aus dem Podcast „Eltern-ohne-Filter“ des Bayerischen Rundfunks lenken den Blick darauf, was Familien selbst über ihre Situation sagen. Wie erleben sie die Anforderungen aus der Arbeitswelt, wie die Betreuungssituation, wie die Zeit für ihre Kinder, Partnerschaft, Familiensystem rund herum und schließlich wie die Zeit für sich selbst? Bleibt am Ende des Tages Zeit für all dieses oder bleibt längst Familie und mit ihr die, die für Care sorgen auf der Strecke? Wir forschen nach und wollen wissen, was Familien jetzt brauchen.

Kristina Weber, Journalistin und Podcasthost wird durch das mit Spannung erwartete Gespräch führen. Geladen auf das Podium beim Deutschen Evangelischen Kirchentag sind: Bundesfamilienministerin Lisa Paus, Dr. Steffen Merle, OKR der EKD Gesellschafts- und Sozialpolitik, Svenja Kraus, Bundesgeschäftsführerin der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie e.V., Prof. Dr. Barbara Thiessen, Universität Bielefeld und Jonas Kozi, Erzieher und Papa-Influencer. Reaktionen des Publikums werden digital eingespielt und lassen einen lebendigen Diskurs erwarten. Umrahmt wird das Podium musikalisch von Timo Böcking und Anna Dorothea Mutterer.


Förderung Ehrenamt, Barbara Gruß

Dass es Menschen braucht, die sich um das Ehrenamt und um Ehrenamtliche kümmern, liegt auf der Hand und wird in Zukunft noch wichtiger sein als bisher. Unsere Gemeinden, unsere Kirche lebt davon, dass Menschen sich für andere engagieren, sich um andere kümmern. Damit das weiterhin gut gelingen kann und auch für die, die sich kümmern, gesorgt ist, sind gute Rahmenbedingungen und eine konzeptionell fundierte Ehrenamtskultur wichtige Voraussetzungen.


Neuer Fachbeirat Ehrenamt kümmert sich ums Ehrenamt

„Wir dürfen einfach machen!“ - diese erlebte Gestaltungsfreiheit im Ehrenamt motiviert eine Mitarbeiterin des Escape-Room in Diedorf immer wieder neu zu ihrem ehrenamtlichen Engagement. Dass es darüber hinaus viele weitere hilfreiche Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche gibt, das hat unter anderem der Fachbeirat Ehrenamt  der ELKB im Blick. Er setzt sich für das Ehrenamt und für Ehrenamtliche ein, in dem er Grundsatzfragen zum Ehrenamt diskutiert, das Miteinander von Ehren-, Neben- und Hauptamtlichen fördert oder Modellprojekte initiiert. Im Februar 2023 wurden die 14 ehren- und hauptamtlichen Mitglieder des Fachbeirats Ehrenamt neu in ihr Amt eingeführt. Sie werden sich in den nächsten vier Jahren auch um Fragestellungen rund um das Thema „Ehrenamt und Geld“, um den Ehrenamtspreis der ELKB, um Ehrenamt in Leitungsfunktionen und um die Konsequenzen aus den Ergebnissen der 3. Ehrenamtsevaluation der ELKB kümmern.


Einfach mitmachen – Zertifikatskurs Ehrenamtskoordination

Wer sich um gelingendes Ehrenamt kümmern möchte, sollte sich diese Lernreise mit analogen und digitalen Etappen gönnen. Welche Bedingungen ermöglichen und fördern Ehrenamt? Was lässt sich dafür tun, dass Menschen sich gerne engagieren? Der nächste Kurs startet im September 2023.

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Care im Bündnis - wer macht eigentlich was?

Das Evangelische Bündnis Care in Bayern setzt sich an unterschiedlichen Stellen mit aller Tatkraft dafür ein, Care als den Herzmuskel gelingenden Lebens deutlich und sichtbar zu machen. Die Bündnispartner:innen wollen gemeinsam auf strukturelle Benachteiligung aufmerksam machen.


Wer macht bei uns eigentlich was? – FrauenWerk Stein e. V.

… fragt so und will die Wurzel der Erschöpfung von Frauen aus der Abgeschiedenheit von Kurkliniken herausholen. Wie kann es sein, dass Frauen die überwiegend unbezahlte Sorgearbeit oft neben Berufstätigkeit mit einem unmöglichen Arbeitspensum leisten und dabei ihre Erschöpfung als individuelles Problem ansehen? Nicht sie versagen, strukturelle Ursachen sind der Grund.

Im Interview gehen die Geschäftsführerin der Klinik Hohes Licht, Elke Hüttenrauch und die Ärztin der Klinik, Dr. Simone Frohwein, mit der Journalistin Luise Land der Frage nach, was „Mental Load“ eigentlich ist und warum diese „unsichtbare Gedankenarbeit“ im Alltag vor allem Frauen zu schaffen macht.

Lesen Sie eine Zusammenfassung des Beitrages „Mental Load ist unsichtbar, kann aber krank machen“ aus dem SZ Magazin vom 31.Januar 2023.

Kontakt über die Website des Frauenwerk Stein


An alles denken und das noch allein - Evang. Fachstelle für Alleinerziehende Nürnberg und Nordbayern

… zeigt die besondere Beanspruchung im Mental Load von Alleinerziehenden. Die unsichtbare Seite der Verantwortung, die Planungs- und Organisationsarbeit, ist in Paarfamilien meist Aufgabe der Mütter und bleibt es in den allermeisten Fällen nach einer Trennung. Alleinerziehende tragen diesen Mental Load, der rund um die Bildung, Betreuung und Erziehung der Kinder entsteht, in der Regel auch dann allein, wenn der andere Elternteil regelmäßige Betreuungszeiten übernimmt. Die Folgen sind oft Erschöpfung/Burnout und eine enorm hohe Armutsgefährdung durch Teilzeitarbeit.

Raus aus der Mental Load Falle – Tipps dieser Art gibt es z.B. hier. Diese Tipps gelten sowohl für Frauen als auch für Männer – je nachdem, wer sich von Mental Load betroffen fühlt. Auch auf die besondere Belastung Alleinerziehender wird eingegangen.

 „Alltagsheldinnen“, die gemeinnützige Stiftung für die Rechte von Alleinerziehenden, hat Zahlen, Daten, Fakten zur Lebenslage von Alleinerziehenden zusammengestellt. Webseite Alltagsheldinnen.

Kontakt über die Website der Fachstelle für Alleinerziehende in Nürnberg.


Krass, du arbeitest in der Pflege – Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

… richtet sich an alle Frauen in der Arbeitswelt, er nimmt Probleme auf und begleitet und stärkt sie. Was dabei zur Sprache kommt, lässt sich nicht besser sagen als mit den Worten von Poetry-Slammerin Leah Weigand in dem Titel „Ungepflegt“: „Oh, krass Du arbeitest in der Pflege! Ich könnte das ja nicht.“ Das hört die Krankenpflegerin in der Regel. Warum nur ist der Eindruck bei Pflegenden häufig, am Ende der Nahrungskette zu sein, obwohl die Leidenschaft für Pflege so groß ist? Die Antwort ist eindeutig: „Du sagst, Du könntest das nicht? Wir auch nicht. Nicht so.“

Die Arbeitsbedingungen in der Pflege und im Gesundheitssektor sind zum Teil katastrophal. Überarbeitete, gestresste Pflegekräfte auf unterbesetzten Stationen bestimmen den Alltag. Viele von ihnen haben die Belastungsgrenze erreicht und reagieren mit Kündigung und Abwanderung aus dem Beruf. Doch all das sind keine neuen Probleme, die Corona-Krise hat die Missstände nur überdeutlich gemacht. Auch 2023 haben Pflegekräfte die Folgen zu tragen und mit ihnen die Kranken und Schwachen. Gute Pflege braucht gute Arbeitsbedingungen und eine starke Lobby, die sich unverrückbar für sie stark macht. Pflege ist eine fachlich anspruchsvolle und qualifizierte Tätigkeit, medizinisch und sozial. Die Evangelischen Frauen in Bayern und der kda setzen sich mit dem DGB im Bayerischen Landesfrauenrat im Projekt „Durchatmen in der Pflege“ für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege ein. Wir sind der Meinung, es muss mit den Pflegekräften geredet werden, statt über sie.

Leah Weigand ist eine Poetry-Slammerin und hat ihre eigenen Erfahrungen als Krankenpflegerin unter dem Titel „Ungepflegt“ geschildert. Auf youtube zu sehen.

Aus der Krise lernen: Wir brauchen eine Trendwende in der Pflege". Ein Interview mit Luise Klemens, Bayerns ver.di-Bezirksleiterin:

Kontakt über die Website des kda bayern


System überlastet und wir sind es auch – Die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen e. V. in Bayern (eaf bayern)

… setzt sich mit seinen über 20 Mitgliedseinrichtungen ein für gute Perspektiven in der Sorgearbeit in Familien.

Familien brauchen passgenaue Entlastungsangebote für das, was sie in ihrer Vielfältigkeit an Sorgearbeit leisten. Sie tragen den Großteil der Sorgearbeit unserer Gesellschaft. Die Politik muss diese Arbeit anerkennen und mit vielfältigen Maßnahmen unterstützen. Mit Blick auf zukünftige politische Aktionen und Dialoge stehen diese Maßnahmen in ihren Forderungen im Fokus:

  • Entlastung und Unterstützung für Sorgende und Pflegende in den Familien
  • Spezielle Entlastungsangebote speziell für Young-Carer
  • Passgenaue Entlastungsangebote für Alleinerziehende
  • Firmenanreize zur Unterstützung pflegender Mitarbeiter:innen
  • Förderung von Modellprojekten Pflege-Wohnen-Erwerb
  • Anerkennung von Pflegezeiten bei der Rente

Kontakt über die Website der eaf

 

 

 

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