Geschichten aus der Corona-Zeit

Annegret Trübenbach-Klie, Bildungsreferentin der Landesstelle für Evang. Erwachsenen- und Familienbildung in Baden, hatte eine unerwartete Begegnung im Supermarkt mit einer Kassiererin hatte, die das bekannte Lied: „99 Luftballons fliegen übern Horizont“ summte. Diese Begegnung führte zu der Idee, ein Preisausschreiben für „Geschichten aus der Corona-Zeit“ zu initiieren.

Dem Aufruf, Geschichten zu erzählen, folgten nicht nur Menschen aus der badischen Landeskirche. Es beteiligten sich auch die Evangelischen Landeskirchen in Württemberg und Bayern.

So entstand eine Sammlung von sechzehn Geschichten, die zum Nachdenken, Schmunzeln, Vorlesen und Weitergeben einladen. Und damit ein Fundus an Corona-Erfahrungen, die dazu einladen, über diese Erlebnisse zu sprechen und zu reflektieren: allein, im kleinen Familienkreis oder beim ersten gewagten Treffen in der Gemeinde, als Einstieg für einen Gesprächskreis oder sogar im Gottesdienst.

Bei der digitalen Preisvergabe wurden die Geschichten von den Autor*innen vorgelesen, zum Teil dialogisch. Der jüngste Autor war acht Jahre alt.

Den Bayerischen Sonderpreis erhielt Grete Kissel aus Bruckmühl, der sie hier gerne zuhören können.

Ausbildungskurs zum / zur Generationenmentor/in gestartet

Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker und Kursteilnehmer Johannes Braun Foto: Michael Schmidpeter

Einen gelungenen Auftakt hatten 12 Ehrenamtliche und Hauptberufliche Teilnehmerinnen im Rahmen des ökumenisch verantworteten Kurses zur Generationenmentorin.

Dr. Irmgard Schroll-Decker, Professorin für Sozialmanagement an der Ostbayerischen Technischen Hochschule in Regensburg, und die Sozialpädagogin Lioba Scherer zeigten unterhaltsam und einprägsam die Besonderheiten der Generationen auf und unterfütterten dies mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. 

An zwei weiteren Kurstagen erwartet die Teilnehmenden der (sozialraumorientierte) Blick auf den generationenfreundlichen Ort und das Handwerkszeug, das es für die Rolle als Generationen-Mentoren braucht.

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Vom Koffer zur Tasche - Sozialraumorientierte Arbeit

Sebastian Herzog führt in das Thema sozialräumliches Denken ein

Ehrenamtlichen und hauptberuflichen Fachleuten aus Kirchengemeinden, Diakonie, Landeskirche und dem Amt für Gemeindedienst wurde das Projekt „Fragetasche“ zur Sozialraumerkundung vorgestellt.

Sozialraumorientierung ist nicht neu, bekommt angesichts heutiger Herausforderungen neue Bedeutung. Kirche ist nicht unabhängig von anderen Organisationen im Sozialraum. Kirche lebt mit den Menschen in ihrer jeweiligen Umgebung. Orientierung und Vernetzung sind mehr denn je gefragt, einige gelungene Beispiele für neue Ansätze und Wege sind z.B. die Vesperkirchen, Caring Community oder Stadtteilmanagement der Diakonie.

Sozialraumorientierung geht von den Menschen aus und dem, was sie wollen, wo ihre Interessen liegen.
Die Begrenzungen klassischer sozialer Arbeit werden durchbrochen. Es geht stärker um Aktivierung als um Betreuung, darum personale und sozialräumliche Ressourcen zu nutzen und zielgruppen- und bereichsübergreifend zu agieren. Die Stichworte dafür sind Vernetzung, Integration, Kooperation.

In der „Fragetasche“ sollen unterschiedliche Methoden und Materialien zusammengestellt werden, die es in unterschiedlichen Konstellationen ermöglichen, den jeweiligen Sozialraum (die Sozialräume) wahrzunehmen, Perspektiven kennenzulernen, Anforderungen zu benennen, die eigene Haltung und Wahrnehmung zu erkennen und in Kirchenvorstand, Dekanatssynode, Einrichtung … ins Gespräch zu kommen und mögliche Handlungsoptionen zu erarbeiten.

Wichtig ist den Entwicklern, dass die „Fragetasche“ ein unterstützendes Tool ist. Manche Inhalte daraus können Prozesse, die bereits in der Planung sind, unterstützen, andere dienen zur Einführung in das Denken und die Haltung der Sozialraumorientierung.

Einige Methoden wurden in Kleingruppen vorgestellt, ausprobiert und reflektiert. Die Erkenntnisse aus den Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen nun in die weitere Arbeit der Projektgruppe ein. Wesentliche Rückmeldungen waren, auf Anschaulichkeit zu achten und die Vielseitigkeit der Methoden deutlich zu machen.

Das Projekt umfasst neben der Tasche und den darin enthaltenen Methoden und Anregungen einen Webauftritt mit den zugänglichen Materialien (fragetasche.de) sowie weiterführende Informationen.

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Kirchengemeinde im Sozialraum

Keiner ist eine Insel - auch eine Kirchengemeinde nicht. Sie ist eingebunden in das (soziale) Gefüge am jeweiligen Ort. Sie hat Kontakt zu Schulen, Kindertageseinrichtungen, Seniorenbegegnungsstätten. Die Mitarbeitenden der Kirchengemeinde kaufen ein, müssen wie andere auch zu Ärzten oder brauchen Handwerker. Das Gemeindehaus ist häufig ein Versammlungsort für Gruppen, die nicht dezidiert kirchlich sind, aber gerne die Räume nutzen - Chöre, Orchester, Vereine gehören dazu.

Dies und mehr gibt die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme, zum Gespräch darüber, welche Fragen gerade aktuell sind, welche Herausforderungen andere haben, ob es gemeinsame Ziele, Bedürfnisse oder Probleme gibt.

Sie werden schnell merken, dass es inspirierend sein kann, sich mit dem Blickwinkel und Anregungen aus einem anderen Umfeld zu beschäftigen. Häufig stellt sich dabei heraus, dass es die gleichen Fragen sind, die Menschen in der Kirchengemeinde, in den Vereinen, bei der Feuerwehr ... beschäftigen:

  • die älter werdende Gesellschaft
  • Bauvorhaben der Stadt
  • die Kanalsanierung
  • die Schließung eines Krankenhauses
  • der Neubau des Kindergartens
  • weniger Ehrenamtliche
  • fehlendes Personal
  • Digitalisierung
  • ...

 

Gerne können Sie sich mit Fragen rund um das Thema Sozialraum an uns wenden. Nehmen Sie dazu Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie und Ihre Gemeinde in diesem Kontext.